Föderalismus
Samstag, 23. Juli 2011
Frieden in Europa ist der ewige Mantel, über Misstände in der EU hinwegzublicken. Aufgrund unserer Geschichte, die bis ins letzte Jahrhundert jede Generation in Europa mit kriegsbedingtem Leid und Tod versehrt hat, ist es auch nicht verwunderlich für den Frieden viel zu geben und für fast jedes Opfer bereit zu sein. Doch was nützt es, wenn die europäische Konstruktion so viel Unzufriedenheit erzeugt, dass es in wenigen Jahren oder Jahrzehnetn zueinem Ende kommen muss? Wenn schlisslich alle Mehrheiten in den souveränen Staaten nicht mehr bereit sind die Opfer zu bringen? So muss Europa sich so häuten, dass es eine erträgliche Struktur findet, die sowohl belastbar ist, als auch die Nationen und ihre Gleiderungen nicht zu sehr belastet. Mancher spricht schon von der EUDSSR - um zu zeigen, dass der zentrale Verwaltungsapparat beängstigende Züge angenommen hat und schon zu weit vom Bürger entfernt ist. Vermutlich ist eine Besinnung auf den föderalen Gedanken wichtig. Die Politik strukturiert die Themenfelder dermassen, dass diese in angemessener Weise auf die einzelnen Ebenen (Gemeinden, Länder, Nationen, Europa) verteilt werden. So manches Thema könnte die Politik auch unbestellt lassen, wie die einseitige Förderung von Branchen, die es objektiv nicht verdient habenm im Gegensatz zu anderen Branchen bevorzug zu werden. Lobbyismus lässt grüßen. Auch Prestigeprojekte wie z.b. Galileo (Kosten 5 Mrd. Euro, Nutzen: bisher keiner, da noch nicht betriebsfähig) sollen uns dqavor beschützen, im Kriegsfalle gegen die USA unser eigenes europäisches Ortungssystem zu haben, in Co-Entwicklung mit China und Russland? Ich benutze gerne GPS Geräte und denke, Krieg mit den USA ist weiter von allen Krisenszenarien und Weltverschwörungen weg, als dass man es ernsthaft in Betracht zu ziehen und 5 Mrd. Euro vorsorglich verpulvern möchte. Wobei das Geld vermutlich in den zuerst angesprochenen Problemfall: Lobbyismus und Industriepolitik fällt. Wenn die beteiligten Konzerne das als vernünftige Investition sehen, warum soll der Steuerzahler dann den Weg bezahlen? Zurück zur Aufgabenteilung. Nach der eliminierung der Aufgaben, bei welchen der Staat sich übernimmt, werden die Aufgaben am besten in den nationalen Parlamenten (Volksabstimmung?) auf dei Körperschaften verteilt und verbleiben dort. Gleichzeitig müssen die finanzierungsmöglichkeiten der betreffenden Körperschaft dementsprechend angelgt sein. Das Stuerrecht wird jetzt ausgeklammert, wichtig ist nur, dass die eigenen Mittel der Körperschaft selbst erhoben werden und keine Konflikte oder fremder Zugriff auf die Töpfe mehr stattfindet. Und die Aufgaben sind bei selbstständiger Erledigung mit eigenen Mitteln zu lösen. Klarheit und Wettbewerb der einzelnen Strukturen wären die Folge, vielleicht auch wieder mehr Eigenverantwortung für die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst. Es gilt dann das alte Motto wieder: Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch. Subsidiarität eben.

